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TU Berlin

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Bodengestützte Meereiskampagne in der Diskobucht

Lupe

Die Diskobucht ist im Westen der grönländischen Küste vorgelagert. Nahe dem Küstenort Godhavn (69,2717° N; 53,5435° W) wurde ein GPS-Reflektometrie-Aufbau installiert. Auf einer Klippe in etwa 670 m Höhe über dem Meeresspiegel wurden dort während mehrerer Monate (Wintersaison 2008/09) Beobachtungen über der Bucht aufgezeichnet. Regelmäßige Veränderungen der Meeresoberfläche durch Gezeiten und Meereisbedeckung konnten mit Reflektionsdaten untersucht werden. Die Studie erfolgte im Auftrag der ESA im Zusammenhang mit weiteren Messungen zu Schneeeigenschaften am Standort Dome-C, Ostantarktis.

Im Rahmen des ESA- Projekts GPS-SIDS (Sea Ice Dry Snow) wurden im Winterhalbjahr 2008/2009 ein GNSS-R Empfänger des IEEC/CSIC Barcelona sowie der GORS Empfänger des GFZ an der Südküste der Diskoinsel in Westgrönland aufgestellt. Dabei war das GFZ auch für die Aufnahme von ionosphärischen TEC-Messungen (Total Electron Content) verantwortlich. Beobachtet wurde dabei ein Meeresgebiet von 40 km² südlich von Godhavn. Die GNSS-R Antennen wurden auf einem Mast der Dänischen Telekom montiert, der etwa 700 m über der Meeresoberfläche steht. Die Ergebnisse zeigen den Verlauf der Ozeangezeiten und die Meereisbedeckung im Beobachtungsgebiet.

Publikationen:

[1] Semmling, A. M. et al. „Detection of Arctic Ocean tides using interferometric GNSS-R signals“ Geophys. Res. Letters, 2011, 38, L04103.

[2] Semmling, A. M.; Schmidt, T.; Wickert, J.; Schön, S.; Fabra, F.; Cardellach, E. & Rius, A.: On the Retrieval of the Specular Reflection in GNSS Carrier Observations for Ocean Altimetry. Radio Science, 2012, 47, RS6007, doi:10.1029/2012RS005007.

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